16 Oktober 2014

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14 Oktober 2014

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Wie deutsche Linke auf Argentiniens Linke schauen

In der aktuellen “Jungle World” erschien ein von mir übersetzter Text von Magui López zur Linken in Argentinien: “Jenseits der bekannten Linken” – nach mehreren Kürzungen und Änderungen fehlt allerdings die Kritik, die ihr besonders wichtig war, völlig. Ursprünglich begann der Text so:

«Kürzlich machte die Jungle World Argentinien zum Thema, die Linke sogar in einem Extraartikel. Es muss sehr seltsam sein, die wirtschaftliche, soziale und politische Realität Argentiniens von Europa aus zu analysieren, oder speziell von Deutschland aus. Jede Darstellung scheint durch das vermittelt, was Deutsche sehen können und wollen, und jede Beschreibung begrenzt durch das, was den schreibenden Deutschen vom jeweiligen Szenario ins Bild passt. So werden Widerstand und Militanz in den “villas” (Slumvierteln) so gut wie nie erwähnt, ebensowenig die Bewegungen der Indigenen oder der Landarbeiter in Ländern, in denen diese Gruppen starke und kämpferische Strukturen unterhalten.

Angesichts der Auswahl des Berichtenswerten wäre es sinnvoll gewesen zu definieren, was “links” überhaupt bedeuten soll. Gegenwärtig einen Artikel über “die Linke” in Argentinien zu schreiben und darin unter anderem die Frente de Izquierda y de los Trabajadores (FIT, Front der Linken und Arbeiter), die “fábricas recuperadas” (die instandbesetzten Betriebe), die organisierten Arbeiter in den “internen Kommissionen” der Betriebe, die “villeros”, die Bauern und die Indigenen zu vergessen, ergibt zusammen eine inakzeptable Auslassung. Diese Menschen kämpfen und bleiben dabei, auch wenn die Staatsgewalt in den Provinzen sie verfolgt und umbringt, wie die Staatsgewalt auch in den Großstädten Leute aus den “villas” oder auf Demos verfolgt und umbringt oder juristisch gegen Arbeiter vorgeht, die gegen die Stillegung ihrer Arbeitsplätze kämpfen.»

Und das war der Original-Schluß:

«Mit ihren Kämpfen für bessere Lebensbedingungen, für Arbeitsplätze, Wohnraum und Land, gegen die Willkür von Regierung und Polizei befinden sich all diese Gruppen, in Europa meist unbekannt, links vom politischen Mainstream Argentiniens. Auch wenn sie manche sich nicht als „linke“ Bewegungen verstehen und auch wenn sie von ihren inneren Widersprüchen gezeichnet sind, ringen sie doch alle mit den Bedingungen ihres Überlebens und mit den Auswirkungen des Gesellschaftssystems und zeigen uns, wie viel mehr wir wissen müssen, bevor wir uns ein Bild machen und urteilen können.»

Nun ja.

by classless at 14 Oktober 2014 , 10:13:35

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10 Oktober 2014

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Letzte Stops vor Argentinien

Vom bunten Auftrittsherbst stehen jetzt noch Halle (18.10.) und Münster (23.10.) aus – dann bin ich erstmal für drei Monate weg, das heißt: ab Februar bin ich für weitere Veranstaltungen auf der Matte…

  • Sa, 18.10.2014, Halle, Reil78: Vortrag “Am Geld kleben – Antisemitismus und Kapitalismus”, Konzert mit istari Lasterfahrer und anschließend Auflegerei (FB-Event)
  • Do, 23.10.2014, Münster, Don Qijote: Vortrag Lust, Rausch & Zweifel (FB-Event)
  • Wer auch noch was einrühren will, findet hier mein aktuelles Programm.

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    by classless at 10 Oktober 2014 , 08:55:46

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